Kinder der Freien Schule Bredelem beschäftigen sich mit Vor- und Nachteilen verschiedener Energieformen

Im Rahmen eines besonderen Bildungsprojektes, das auf drei Jahre angelegt ist und von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt sowie von der Niedersächsischen Bingo-Stiftung gefördert wird, beschäftigten sich dieser Tage die Kinder der Freien Schule Bredelem mit dem Thema Energie. Das Bildungsprojekt heißt "Bildung für nachhaltige Entwicklung und die Syndrome globalen Wandels in der Grundschule". Eine Woche lang ging es um die verschiedenen Formen von Energie und die Auswirkungen der Energienutzung auf Natur und Mensch.

 

An einem Landschaftsmodell können die Kinder miterleben, was passiert, wenn Kohle abgebaut wird.

"Die Kinder begannen mit einer Untersuchung darüber, an welcher Stelle im Alltag Strom genutzt wird und sollten sich vorstellen, wie das Leben ohne Strom funktionieren würde", schildert BNE-Coach Jenny Vree. Zusammen mit der Pädagogin erarbeiteten die Kinder sich das Wissen um die verschiednen Energieformen und -quellen und stellten fest, dass immer noch die fossilen Energiequellen am meisten genutzt werden. Sie beschäftigten sich mit der Funktionsweise verschiedener Kraftwerke, und auch die aktuelle Öl-Katastrophe vor der Küste der USA war Thema im Unterricht. Dass die Nutzung erneuerbarer Energien auch Nachteile für die Umwelt haben kann, erfuhren die Kinder am Beispiel des chinesischen Drei-Schluchten-Staudamms. Zum Abschluss der Woche lernten die Mädchen und Jungen, was der Treibhauseffekt ist und wie es dazu kommt.

 

Auf einem Energiefahrrad können die Kinder erfahren, wieviel Kraft sie aufwenden müssen, damit eine Lampe leuchtet.

Damit die Grundschüler selbst Erfahrungen zum Thema Energie sammeln konnten, gab es viele praktische Lernangebote. So konnten sie mit einem „Energie-Fahrrad“ des Naturschutzbundes (NABU) aus Salzgitter dafür sorgen, dass Glühlampen leuchteten. Je mehr sie trampelten, desto heller die Lampe. „Ein Radio konnten die Kinder auch noch zum Spielen bringen, aber den Wasserkocher hat selbst ein Erwachsener nicht erhitzen können“, berichtet Vree. Mit einem Strommessgerät waren die Kinder zudem den Stromfressern auf der Spur. Außerdem bauten sie Atom-Modelle aus Knete, um sich mit der Kernspaltung auf plastische Weise vertraut zu machen.

Wie entsteht Atomenergie? Hierzu wurde ein Modell aus Knete gebaut.

Ein weiterer Teil des BNE-Projekts wurde vor den Sommerferien ebenfalls realisiert: die wissenschaftliche Begleitung durch die Universität Hildesheim. Studierende kamen an einigen Tagen in die Bredelemer Schule, um selbst entwickelte Unterrichtsmaterialien für die Umweltbildung in der Grundschule zu testen. Ziel der studentischen Arbeit ist laut Vree, Unterrichtsmaterialien zum Thema „Bildung für nachhaltige Entwicklung und die Syndrome globalen Wandels“ für Regelschulen zu entwickeln.

 


 

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